Übung "Dekon-P" am 17.04.2008

 

Einem LKW mit geladenem Gefahrgut versagen bei der abschüssigen Abfahrt von der Berliner Stadtautobahn die Bremsen. Auf der Kreuzung am Ende der Autobahnabfahrt kommt es zu einer Kollision mit zwei PKW. Ein unbeteiligter Radfahrer wird von einem Trümmerteil getroffen und während voller Fahrt aus dem Sattel zu Boden gerissen. Einige Gefahrstoffbehälter fallen von der Ladefläche des LKW, durch die Beschädigung entweichen die gefährlichen Stoffe. Der Rettungsdienst ist nach kurzer Zeit an der Einsatzstelle und transportiert nach einer schnellen Vorversorgung die Patienten in ein nahe gelegenes Krankenhaus. Die weiteren Unfallbeteiligten klagen plötzlich über Atembeschwerden und Hautreizungen und beschließen den Blaulichtern in Richtung Krankenhaus zu folgen ...

 

Die AG Maske, das Team für Realistische Notfalldarstellung (RND) des Arbeiter-Samariter-Bund LV Berlin e.V (ASB), hat am 17.04.2008 eine Krankenhausübung im St. Gertrauden Krankenhaus im Auftrag der Berliner Senatsverwaltung für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz (SenGesUmV) durchgeführt.

 

Diese Krankenhausübung stand unter besonderem nationalem Fokus, da sie im Rahmen eines Forschungsprojektes des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) zur "Dekontamination am Krankenhaus" stattfand. So waren u.a. Vertreter des BBK, der Stadt Frankfurt/Main und der Ständigen Konferenz für Katastrophenvorsorge und Katastrophenschutz (SKK) anwesend. Die mit dem Projekt beauftragte Universität ist die Charité Berlin, Campus Rudolf-Virchow (CCV).

 

Ausgehend von dem oben beschriebenen Szenario wurden die ersten Patienten mit einem Krankentransportwagen (KTW) ins Krankenhaus eingeliefert. In der zur Dekontaminationsschleuse umgebauten KTW-Einfahrt wurde zunächst der verletzte Radfahrer liegend dekontaminiert. Die an der Schadensstelle ungeschützten und ebenfalls kontaminierten Einsatzkräfte des KTW wurden ebenfalls mittels Duschen von den Schadstoffen gereinigt. Nach und nach traffen die weiteren Beteiligten des Unfallsgeschehens am Krankenhaus ein. Am Eingang des Krankenhauses wurden sie bereits abgefangen und zur Dekontaminationstelle weitergeleitet.

 

Diese Dekon-P Übung war für die AG Maske der Auftakt in die "Übungssaison 2008". Für die Leistung der AG Maske gab es wieder viel Lob. Besonders erfreulich war die Beteiligung und das Feedback von Jürgen Schreiber, dem Bundesbeauftragen des Arbeiter-Samariter-Bund Deutschland für die Ausbildung von Führungskräften in Einsatzeinheiten. Unser Dank gilt allen Samariterinnen und Samaritern sowie unseren Übungspartnern, insb. dem St. Gertrauden Krankenhaus für die freundliche Gestellung des Schminkraums und die Versorgung unserer Darsteller.

 

Ihr wart bei der Übung dabei? Dann warten wir auf euer Feedback!

 

Hier die eindrucksvollsten Bilder:

 

  

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Weitere Informationen:

>> Berliner Konzept zur klinischen Dekontamination (PDF-Dokument)

Hrsg.: BBK, Bevölkerungsschutzmagazin: Sonderausgabe 2006, Seite 61-64

 

Externe Links:

>> Information des Referats Notfallvorsorge zum Forschungsvorhaben (SenGesUmV)